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Das Fest selbst begann mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche. Dann ging ein langer
Zug von Menschen hinüber zum Pfarrgarten. „Haben wir wirklich so viele eingeladen?“
fragten wir uns leicht bestürzt. Nun ...80 Menschen sind schon ganz schön viel. Aber
es wurde ein wirklich schöner Abend. Alfred Spies hatte alles voll im Griff und bediente
den Grill, spontan unterstützt von der Moselkerner Küsterin Petra (die dadurch vom
Spülmobildienst befreit wurde! Ja, manchmal hat man einfach Glück!). Es gab Salate
in Massen, von den einzelnen Pfarrgemeinderäten mitgebracht, gefolgt von vielen leckeren
Nachtischen. Gut, meinem Wunsch vom Anfang, man möchte sich doch nicht nur zu Bekannten
setzen, sondern vielleicht dann im Lauf des Abends auch mal den Tisch wechseln, um
neue Leute kennen zu lernen; ich würde mal sagen, zwei Männer habe ich bemerkt, die
das wirklich eisern machten und sich – genau wie Pastor Floeck und ich – von Tisch
zu Tisch weiterarbeiteten. Aber ich gebe auch ehrlich zu, es ist nicht einfach, auch
ich blieb irgendwann beim Petershäuser Verwaltungsrat (?) – vielleicht war es aber
auch der Lieger? -
Sommerfest in Pastor`s Garten
Als ich Pastor`s Garten letzten Sommer zum ersten Mal sah, dachte ich augenblicklich:
„Hier muss man ein Sommerfest feiern; dieser Ort ist wie geschaffen dafür.“ Dann
dauerte es aber doch noch ein Jahr, bevor sich der perfekte Anlass dazu fand: ein
gemeinsames Fest für alle Pfarrgemeinde-
Okay, diesen Entschluss zu fassen, war noch relativ einfach – bis auf Pastor`s Angst, dass diese Aktion seinen schönen Garten in ein Chaos verwandeln würde, aber solche Skrupel fanden nun bei mir wirklich kein Gehör! Die 105 Einladungen zu verschicken, klappte auch noch ganz gut. Ab da – ich gebe es ehrlich zu – fühlten wir uns etwas hilflos; wir haben einfach noch nicht die Connections, die man braucht, um ein so großes Fest über die Bühne zu bringen. Aber der liebe Gott schickte uns Hilfe – Alfred Spies trat eines Morgens in mein Büro, nahm Platz und meinte: „ Mein Bruder hat gemeint, ich soll für euch ein Fest organisieren!“ Ich war etwas irritiert, aber wenn der liebe Gott schon jemand schickt .... Ab da legte ich alles vertrauensvoll in Alfred`s Hände und sieht da, es gelang!!!
Meine einzige Aufgabe im Vorfeld bestand darin, noch einige Aufgaben an die Moselpfarreien zu verteilen: Im Vorfeld Tische und Bänke, Grill usw. aufbauen und danach alles wieder beseitigen, ging natürlich an die Treiser. Schließlich waren die ja vor Ort. Büfett und Teller aufbauen ging an die Müdener, Salate abräumen und Nachtisch hinstellen an die Kardener. Und dann der Fehler des Abends, allerdings aus Unwissenheit unsererseits:
Die Moselkerner sollten das Spülmobil bedienen. Sagen wir mal so: Dumm gelaufen, die Armen waren dann den ganzen restlichen Abend am Schaffen. Und setzten noch ihre Ehre darein, es auch wirklich ganz allein zu machen. Heute noch ein großes Dankeschön an Euch!!!!

Langsam wurde es dunkel und richtig romantisch – Lampions, Lichterketten und Kerzen beleuchteten den Garten. An allen Tischen wurde geredet und gelacht. Besonders lustig wurde es, als Bruder Manfred und ich auf einer gemeinsamen Bank landeten. Da hatte Pastor Floeck wirklich Angst um seinen Rasen, weil die Bank immer tiefer sank, und eilte mit kleinen Unterlegbrettchen herbei, um die Bank zu stabilisieren. Immer wird man diskriminiert, sogar im Pfarrgarten!!! Aber Spaß hatten wir alle dabei. Zu später bzw. früher Stunde verabschiedeten sich die letzten Standhaften.
Von allem, was ich bisher als Rückmeldungen bekommen habe, würde ich sagen: Es war ein Anfang, ein gelungener Anfang. Welche positiven Auswirkungen er auf die gemeinsame Arbeit haben wird.....wir werden es sehen oder vielleicht auch nicht. Aber als Nachfolger des Mannes, der so viele seiner Geschichten anfing: „Mit dem Himmelreich wird es sein wie mit einem Festmahl....“ – als Nachfolger eines solches Mannes sollte am Beginn der gemeinsamen Arbeit ein Fest stehen, das ist zumindest unsere pastorale Überzeugung.
Gabriele Franz

Sommerfest in Pastor`s Garten