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Eindringlich unterstrich der Professor aus Vallendar die großen Probleme, die sich an der Nahtstelle zwischen Tod und Leben ergeben können, denn „nur von einem bereits kurz Verstorbenen können Organe entnommen werden“. Es bleibt aber ein Akt der Nächstenliebe, wie das auch schon der große Papst Johannes Paul II. formulierte, unterstrich er nachhaltigst.
In seinen einleitenden Worten wies er auch auf das Beispiel Österreich hin, die damit
lockerer und unver-
In Deutschland dagegen besteht die erweiterte Zustimmungsreglung: Die Organentnahme
zu Transplantations-
Aber wann ist der Mensch tot? Historisch war das der Herzstillstand mit allen seinen
Schwierigkeiten, der später durch den Hirntod „abgelöst“ wurde. Auf diesem sehr komplexen
Terrain gab es die seltsamsten Kuriositäten, denn so mancher Zeitgenosse war lediglich
scheintot. Mittlerweile sagt man, wenn Groß-
Leider kümmerten sich in der Geschichte die Ärzte nicht um die Sterbenden, die wurden den Pflegern und den Seelsorgern überlassen. Die Palliativmedizin ist erst sehr viel später entstanden, mittlerweile gibt es dafür auf Landesebene eine Gesellschaft mit Ärzten, Seelsorgern und immerhin fünf Lehrstühle. In früheren Jahren gab es einmal ein völliges Verbot der Organspende, das durch Johannes Paul II. aufgehoben wurde.
Ein seltsamer Gegensatz: 80 Prozent der Deutschen sind für Organspende, aber lediglich 17 Prozent haben einen Spenderausweis. In 2008 sind die Zahlen stark zurückgegangen. Zu 1998 waren es knapp neun Prozent, die spendeten, eine sehr bedrohliche Entwicklung, denn notwendig wären 12000 Spender, um konkret helfen zu können. Täglich sterben drei Menschen, denen man mit einer Organspende hätte helfen können. Die Wartelisten sind lang und Deutschland rangiert auf einem der hinteren Plätze in Europa.
Leider grassiert auch international unter den Ärmsten der Armen das Verbrechen der Organentnahme bei Gesunden in Slums und den Elendsvierteln der Welt. Ein paar Wenige verdienen daran, ein Skandal sondergleichen, betonte der Moraltheologe.
Er zeigte nochmals deutlich auf, dass der Tod eingetreten sein muss oder dass der Sterbeprozess soweit fortgeschritten und irreversibel ist. Der Kreislauf des Toten wird noch bis zur Operation aufrecht erhalten, denn nur noch nicht abgestorbene Organe können transplantiert werden.
Er ließ schließlich nachdenkliche Zuhörer zurück. Auch künftig werden durch die Erwachsenenbildung
der Treis-
Heinz Kugel