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Urknall - Schöpfung - Evolution  


Sind moderne wissenschaftliche Erkenntnisse über das riesige Universum noch kompatibel mit dem christlichen Glauben oder bilden sie einen unversöhnlichen Gegensatz? Wie sah es aus mit dem „Big Bang“, bei dem am Anfang von Raum und Zeit bereits die Konstanten für die zukünftige Entwicklung von allem Lebenden festgelegt waren? Steht hinter dem Ganzen ein liebender Schöpfer oder der pure, wenn auch aufgrund der Gesetzmäßigkeiten, unwahrscheinlicher Zufall?

Diese und auch andere Fragen versuchte als Referent Dr. Bernhard Lehnert, Katholische Erwachsenenbildung Bad Kreuznach, im Treiser Pfarrheim auf Einladung der Pfarreiengemeinschaft Treis-Karden. Es wurde ganz still, als der Referent von der ungeheuren Dynamik sprach, als sich vor rund 13,7 Milliarden Jahren in einem Urknall, wenige Minuten später Helium in dem Milliarde Grad heißen Weltall, das sich aus Protonen, den Atomkernen des Wasserstoffatoms, die zusammentrafen, bildete. Aus den klitzekleinen Anfängen expandierte das Universum und dies macht es noch heute mit immer größerer Geschwindigkeit, so die modernste Arbeitsthese eines kürzlich ausgezeichneten Nobelpreisträgers. Die physikalischen Parameter waren also am Anfang von Raum und Zeit, die es vorher noch nicht gab, so angelegt, dass das heute bekannte Leben erst entstehen konnte. Bei kleinsten zufälligen Abweichungen, denn die günstigen Voraussetzungen lagen nur für drei Minuten vor, wäre das niemals möglich gewesen, betonte der Bad Kreuznacher KEB-Chef in seinem faszinierenden Vortrag. Im Urknall war alles so positioniert, dass unbedingt bewusstes Leben daraus entstehen musste.

In einer lebhafte Diskussion wurde deutlich, dass die ganze belebte Schöpfung nicht nur auf der Erde inmitten des riesigen, kalten und dynamischen Universums nicht ganz verloren ist, wie einmal ein atheistischer Physiker schrieb, sondern sich eingebettet fühlt in ein größeres Ganzes, eine umschließende Ordnung voller Liebe, die von den Christen Gott genannt wird.

Interessant auch sein anschließender Ausflug in die Genesis, die alttestamentarische Welterklärung, die aber in keiner Weise naturwissenschaftlich zu deuten ist. Sie beschreibt in wunderschönen, überzeitlichen  Bildern den Weg Gottes mit den Menschen auf eine Art und Weise, dass sie auch vor Tausenden von Jahren verständlich waren und auch heute noch moderne Zeitgenossen ansprechen.

Zuerst einmal erschuf Gott den Mann und stellte ihm die Frau als gleichberechtigter Partner auf Augenhöhe gegenüber, nichts mit Unterordnung oder einem Herrschaftsverhältnis von oben nach unten, das später hineininterpretiert wurde. Gott gab dem Menschen als sein Ebenbild erst die Würde, die ihm in kommunistischen oder Nazi-Ideologien abgesprochen und die später im Grundgesetz als unverzichtbares Recht verankert wurde. Die zeitlose Botschaft der Bibel spricht daher von einem Gott der Liebe, der die Welt hegt und pflegt wie ein Gärtner und sie den Menschen ebenfalls zur Bewahrung seiner Schöpfung anvertraut und zwar lange vor dem „grünen Gedanken“.

Auch künftig sollen diese Vorträge mit unterschiedlichen Zielsetzungen durch die Erwachsenenbildung in der Treis-Karden Pfarreiengemeinschaft veranstaltet werden.     

Heinz Kugel

Arbeitskreis Erwachsenenbildung: Urknall - Schöpfung - Evolution

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