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Einkehrtag für Lektoren, Kommunionhelfer und

Wortgottesdienstleiter 2015


Die Pfarreiengemeinschaft Treis-Karden kennt keine Kreisgrenzen, sie hatte diesmal zum Einkehrtag der Lektoren, Kommunionhelfer und der Wortgottesdienstleiter in das Bürgerhaus von Mörsdorf eingeladen. Pastor Hermann-Josef Floeck hatte sich mit seinem Seelsorgeteam, Gemeindereferentin Gaby Franz und Diakon Michael Thomiczny bestens darauf vorbereitet. Die kirchlich Ehrenamtlichen aus den Mosel- und Hunsrückdörfern ließen sich mal nach Strich und Faden verwöhnen.

Der Einkehrtag fragte nach der Bedeutung der Sterne als Wegweiser für ein gelingendes Leben und als Zeichen der Orientierung inmitten von den Überangeboten von Sinn und Alltagsbewältigung. Es stand dabei die Frage lebendig im Raum, welche Werte, Ideale, Lebensziele und Sehnsüchte wie die Sterne vorangehen und unsere Existenz bestimmen.

In Arbeitsgruppen kamen überraschende Ergebnisse zutage. Für die Christen ist es Gott, der ihr ganzes Leben bestimmt, der Hoffnung aber auch Endziel des Menschen ist. Vor allemzeigte dabei erst das kürzlich gefeierte Weihnachtsfest, dass Jesus nicht in einem reichen Palast, sondern in einem armseligen Stall und unter ganz einfachen Menschen, die ansonsten niemand beachtet, zur Welt kam. Man war sich daher einig, dass nur ein solcher Gott glaubwürdig ist, der auch den Ärmsten nahe ist. Gerade in Zeiten von Krieg, Gewalt und Terror bleibt die Hoffnung auf diesen unbegreiflichen Gott zuhöchst aktuell, da er selbst das Tal der Tränen durchschritt und brutal von den Römern ans Kreuz genagelt wurde. Jesus erlitt einen Tod, der im damaligen römischen Reich nur den Verbrechern und Staatsfeinden vorbehalten war.

Nach einem guten Mittagessen informierte Diakon Michael Thomiczny noch über verschiedene theologische Ämter, zu denen neben den Ostiarier, der in etwa dem heutigen Küster entspricht,dem niedrigsten Weihegrad seit dem 3. Jahrhundert auch der Lektor, der Akolyth und der Diakon gehörte. Vor allem aber interessierte die Teilnehmer, dass  der Kommunionhelfer kein “Ersatz” für fehlende Priester und Diakone ist, sondern dass er sogar vom Bischof beauftragt wurde, den Menschen die Kommunion zu reichen, also nach katholischem Verständnis Jesus Christus in geheimnisvoller Form selbst. Damit soll auch die große liturgische Vielfalt gewährleistet sein, denn alle Gläubige in ihren unterschiedlichsten Facetten sind die eine Kirche, nicht nur der einsam am Altar wirkende Priester. Welch ein Bild von Kirche, das sogar weit bis in die Urkirche zurückreicht.

Das Seelsorgeteam betonte unisono, dass die Kirche nur mit dem christlichen Engagement aller Gläubigen mit ihren unterschiedlichsten Talenten und Ausformungen überleben kann.

Resümee aller Teilnehmer an diesem Besinnungstag war, dass man sich wohlfühlte inmitten fröhlicher Christen, gute Gespräche führen konnte und auch noch bestens bewirtet wurde. “Es war so richtig ein Tag, um seine Seele baumeln zu lassen”, meinte dann auch begeistert einer der Teilnehmer an dem Besinnungstag für Lektoren, Kommunionhelfer und Wortgottesdienstleiter. Pastor Hermann-Josef Floeck versucht solche Tage zukünftig zu einer festen Einrichtung zu machen.

©Heinz Kugel

Einkehrtag für Lektoren, Kommunionhelfer und Wortgottesdienstleiter in Mörsdorf 2015